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Freitag, 22. April 2016

{R} Sonnentänzer



Titel: Sonnentänzer
Autor: Ana Jeromin
Verlag: Coppenrath
Genre: Jugendbuch
Format: Hardcover
Seitenzahl: 272
Reihe: /

  



Nachdem mich Ana Jeromins erstes Buch bereits so verzaubert hat, konnte ich diesem nicht widerstehen, auch wenn es eigentlich nicht ganz in mein Leseschema zu passen scheint... Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Coppenrath Verlag ♥


Ein Sommer voller Sonnenschein, Liebe und Mystik. 

Die 15-jährige Kathrin liebt es, draußen in der Natur zu sein – schon allein deshalb, weil sie ihre halbe Kindheit bei den Haida-Indianern in Kanada verbracht hat. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie wieder in Deutschland und ist mehr als überrascht, als plötzlich ihr damals bester Freund Táan gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Sigai auftaucht. Schnell ist klar, dass sie nicht gekommen sind, um mit ihr die Ferien zu verbringen. Ehe Kathrin sichs versieht, wird sie von einem unverzeihlichen Fehler in ihrer Vergangenheit eingeholt. Und alles dreht sich auf einmal wieder um die wertvolle Schachtel der Haida, die Kathrin gestohlen hat – nicht ahnend, welche Geister sie damit rief ...


Dieses Buch habe ich an einem einzigen Abend durchgelesen, da es nicht nur sehr spannend war, sondern mich die einzigartige Atmosphäre in den Bann geschlagen hat. Wie schon zuvor schafft es Ana Jeromin wieder, liebevolle Charaktere zu zeichnen und ihre Welt so lebendig, so echt und so warm zu gestalten. Wobei warm in Bezug auf dieses Buch noch eine zweite Bedeutung hat. Es geht nämlich um Sonne, Licht und indianische Mythen. Diese Kombination ist nicht nur ungewöhnlich, sondern der Autorin auch noch außerordentlich gut gelungen. Dieser Hauch von Magie liegt über allem, was geschieht und trägt zu einem einzigartigen Leseerlebnis bei.

Und auch die zarte, sich entwickelnde Liebesgeschichte konnte mich als Leserin verzaubern, denn durch die Perspektivwechsel konnte man erfahren, wie sehr sowohl Táan als auch Kathrin um ihre Gefühle kämpfen. Denn ihre Liebe scheint so unmöglich, wie das Sonnenlicht zu fangen... oder?

»Táans Kuss war fest und sanft zugleich, ohne Druck und ohne Forderung. Seine Hände legten sich behutsam um Kathrins Hüfte, luden sie ein, sich an ihn zu lehnen und zumindest für einen kurzen Moment Halt zu finden, ein Ruhepunkt im wirbelnden Strudel der Ereignisse des Tages und doch selbst tanzend wie ein rauschender Wildbach, der sie beide mit sich riss. Für die endlosen Sekunden, die es dauerte, hörte Kathrin einfach auf zu denken und fühlte nur noch, ließ alle dunklen Wolken hinter sich und die Schmetterlinge, die in ihrem Bauch gefangen gewesen waren, in den wolkigen Abendhimmel steigen.«

Toll fand ich auch, dass der Fokus nicht nur auf der Magie lag, sondern man auch Einblick in die Welt der Indianer, besonders der Mystik, gewinnen konnte. Ich kann es nicht genauer beschreiben, aber Ana Jeromin schafft es, das Lebensgefühl dieser Kultur wiederzugeben.

Neben der vermittelten Lebensfreude, Energie und Sommerliebe kommt aber auch wieder das Düstere vor, das Ana Jeromin so meisterhaft subtil andeutet und selten präzise nennt. Man ahnt, man weiß, dass da noch etwas kommt...

Nur das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht, weil dann alles sehr schnell ging und ich die ganze Adler- Rabe- Geschichte nicht ganz verstanden habe bzw. auch irgendwie unlogisch fand... Außerdem gab es immer wieder kleine Ungereimtheiten bezüglich der Zeit. Laut Klappentext ist Kathrin 15 und war vor 4 Jahren in Kanada, an manchen Stellen im Buch ist sie aber 16 und war vor 5 Jahren dort o.O Dennoch ein ganz und gar wundervolles Buch zum Wohlfühlen, bei dem man das Gefühl, selbst in Sonnenlicht zu baden und den Sommer schmecken zu können. Lesen!


Dieses ganz und gar wundervolles Buch ist mehr als nur eine schöne Lektüre für den Sommer, auch wenn sie das zweifellos auch ist, sondern ein richtiges Wohlfühlbuch, bei dessen Beenden man zufrieden seufzt und doch ein bisschen wehmütig ist, die liebgewonnene Welt von Kathrin und Táan verlassen zu müssen. Nur für das, meiner Meinung nach, etwas überstürzte Ende, ziehe ich einen halben Anker ab - äußerst ungerne allerdings! ♥☀


Ich vergebe 4.5/5 Anker


Das Frontcover gefällt mir persönlich ja nicht so gut, da es zu orange und nah dran ist. Die Federn, Schrift und Rückseite finde ich dafür aber sehr gelungen und auch die besondere Papierhaptik sagt mir zu. Außerdem endlich mal ein Buch ohne Schutzumschlag ^^ Auch die Kapitelgestaltung mit den wiederkehrenden Federn gefällt mir sehr.

Der Titel hat mich ja sehr neugierig gemacht, da er einerseits wunderschön magisch klingt, Lust auf Sommer macht und doch auch verwirrt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass er gut passt :)


Ich vergebe 3/5 Anker



Amaias Lied - Höre den Zauber und du bist mein AnimA – Schwarze Seele, weißes Herz
^^ mit einem Klick auf die Cover gelangt ihr zu den zugehörigen Rezensionen


Mögt ihr lieber Hardcover mit oder ohne Schutzumschlag? Warum?

Ich finde sie eigentlich ohne besser, ohne genau sagen zu können warum... Außerdem sind Bücher mit Schutzumschlag darunter oft so langweilig und kriegen beim Lesen leicht Flecken (ich nehme den Umschlag nämlich immer ab, damit er nicht knickt!).



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